"Amoklauf" in Winnenden

March 12 2009

Ein Schüler erschiesst gezielt ein paat Mitschüler und sofort geht die ganze “Killerspiel”-Diskussion wieder los.

Amoklauf ? Wohl kaum. Ein Amokläufer verliert spontan die Kontrolle und tötet oder verletzt wahllos die Personen in seiner nähe.

In diesem Fall erschoss Tim K. gezielt 8 Mitschülerinnen, ein Mitschüler und zwei (drei) Lehrerinnen, hijackte dann ein Auto um 40km zu fahren, liess dann den Fahrer frei und erschoss einen Autohändler und seinen Kunden.

Das sieht alles sehr gezielt aus. Warum sind die meisten seine Opfer weiblich? Warum wird der Fahrer nicht erschossen? Schliesslich kann er die Polizei über den genauen Aufenthaltsort informieren.

Alles in allem eher eine gut geplante Vergeltungsaktion.

Dann die Frage nach den “Killerspielen”. Die Information das Tim überhaupt gespielt hat, kommen (bis jetzt) nur aus Spekulationen von Mitschülern in Fernsehinterviews. Die Tatsache das der Vater ein Waffenfanatiker (13 Waffen im Haus, 1 ungesichert und Berge von Munition) wird mehr oder weniger unter den Tisch gekehrt.

Eigentlich braucht man nur noch abzuwarten wann man “Gothik” oder “Heavy Metal” Musik in seinem Zimmer findet.

Das seine Lehre über Monate (evtl. sogar Jahre) hinweg vollkommen versagt haben müssen, denn solche Taten passieren eben nicht aus heiterem Himmel, wird auch ignoriert. Aber in unserer Gesellschaft machen Lehrer eben keine Fehler. Auch die Eltern haben nicht gemerkt wie Tim gezielt Kopfschüsse trainiert. Denn selbst wenn er 5 Jahre lang 8 Stunden am Tag Counterstrike gespielt hätte, heisst das noch lange nicht das er mit einer echten Waffe umgehen kann. Das lässt sich eben nur mit scharfer Munition trainieren.

Ergebniss:

  • Killerspiele -> Fragwürdig.

  • Musik -> Kommt noch.

  • Lehrer -> Totalversagen.

  • Eltern -> Wahrscheinlich auch.